#wasichwirklichwill

Was macht mir Spass? Was macht mir Freude? Was lässt mein Herz hüpfen?
Normalerweise kann ich diese Fragen super gut beantworten … vermutlich geht es dir auch so – oder nicht?
Ich habe vor ein paar Tagen die Erfahrung machen dürfen, all diese Fragen, die mir in den Kopf kommen nicht zu beantworten.
Keine Einzige.
Ich wusste weder was ich essen soll – also auf was ich Appetit habe, noch was mir von all meinen Tätigkeiten wirklich Freude bereitet.

Ich möchte es nicht schön reden … nein …und gleichzeitig bin ich kein Schwarzmaler – dennoch: es war wirklich, wirklich so schlimm, dass ich so einen Zustand keinem anderen nur im Ansatz wünsche.

Es flossen viele, viele Tränen und ich wusste, keiner kann mir helfen. Kennst du das? Solche Momente, wo die Tränen ihren Weg finden und einfach laufen? Ehrlich gesagt wusste ich zeitweise keinen Grund für sie … und auch das … durfte ich einfach so annehmen und erleben … es ist ok .. ich habe mir immer wieder gesagt, dass es ok ist …

Komischerweise war ich schon immer jemand, der problemlos weinen konnte – ja ich bin ein sehr emotionaler Mensch … also auch aus Freude fällt es mir leicht zu weinen – aber auch darüber zu sprechen … das ist noch einmal etwas anderes. Vor allem so schonungslos offen … wer spricht schon darüber?
Aber sind tränen nicht eigentlich etwas befreiendes?
Mir tut es immer gut zu weinen. Danach geht es mir meistens besser. Schade nur, dass es von vielen als etwas negatives wahrgenommen wird.

Aber zurück zu meinem miesen Tag … wenn ich eben sage, dass es mir nach dem Weinen besser geht, dann fragte ich mich an dem besagten Tag, wann es endlich aufhört und wann endlich der Moment kommt, wo keine Tränen mehr vorhanden sind. Ich habe – ca acht Stunden lang immer wieder geweint … ja, mit Pausen … aber die waren meist echt kurz und nur, weil ich mit jemandem telefonieren musste. Ich schüttele heute noch den Kopf, weil ich es nicht nachvollziehen kann, was da für Dämme gebrochen sind.

Fakt ist, dass ich mich so alleine und einsam gefühlt habe, wie lange nicht mehr. Ja, ich… die dieses Thema als Herzensthema hat und anderen dabei helfen möchte aus der Einsamkeit raus zu kommen. Tja und nun? Ich fühlte mich so schlecht, dass ich nicht mal mehr wusste, ob das Thema wirklich „meins“ ist und ob ich wirklich anderen helfen kann, wenn ich ja offensichtlich gerade selbst in einer Krise hänge… ?!

So schmerzhaft es auch war … so sehr habe ich dadurch gelernt, dass ich -wieder einmal- selbst die Entscheidung treffe wie es weiter geht und auch selbst entscheide wie ich damit umgehe, was passiert ist. Meist hole ich mir Unterstützung im Außen… diesmal wusste ich: es geht nicht bzw es wird nichts bringen … denn eigentlich ist ja gar nichts passiert … also wusste ich, ich darf die Antworten bei mir suchen und finden.
Und die Antworten auf meine Frage, was ich wirklich will – was mir Freude bereitet, die sind so sehr gefestigt worden, durch dieses Leid durch dass ich wohl erst mal gehen durfte.
Und was mir geholfen hat? Die Annahme … meine eigene Annahme …. Meiner Selbst… meiner Gefühle … und vor allem dieser Schattenseite von mir … wir alle haben sie… nur die wenigsten möchten sie zeigen oder darüber sprechen.

Traurig wie ich finde, denn wenn wir uns mitteilen, können wir anderen helfen, anderen zeigen, dass auch sie nicht alleine sind … und durch die gemeinsame Verbindung in die Stärke gehen… wir alle sind verbunden – das kann ich nicht oft genug sagen … also vergiss auch du in solchen Momenten nicht:
„Man verliert niemals seine Stärke, manchmal vergisst man nur, dass man sie hat“

Alles ist gut … auch in solchen einsamen Momenten … wir sind verbunden … du und ich … keiner ist allein, keiner braucht sich einsam fühlen …

Viel Liebe für dich
Deine Michaela

Hinweis

Ich bin weder Ärztin, noch Therapeutin oder Psychologin, bei einer Krankheit oder psychischen Störungen kann ich Dir nicht helfen. Hier bitte ich Dich, einen geeigneten Arzt oder Therapeuten aufzusuchen.

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