Mediation

Du hast Unstimmigkeiten mit Kollegen, einem Nachbarn oder mit deinem Partner / deiner Partnerin? In deiner Familie kommt es immer wieder zu Konflikten?

Du möchtest nun diese Unstimmigkeiten aus dem Weg räumen und eine Lösung finden? Dann ist eine Mediation der perfekte Ansatz!

In den folgenden Abschnitten findest du weitere Informationen sowie ein Erklärvideo zum Mediationsverfahren.

Gerne kannst du auch in einem persönlichen Gespräch deine offenen Fragen stellen. Ich freue mich auf deine Anfrage.

Was ist Mediation?

Mediation ist ein Verfahren zur konstruktiven Beilegung eines Konfliktes, bei dem sich die beiden Konfliktparteien einen emphatischen, unabhängige Dritten (sog. Mediator) dazu holen. Der Mediator begleitet die Konfliktparteien in ihrem Lösungsprozess und schafft durch gezielte Fragestellung den Raum für eigenverantwortliche Bedürfnisse. Dadurch wird die Basis für eine mögliche Kooperation und bestenfalls für die Lösung des Konfliktes geschaffen. Die Konfliktparteien erarbeiten eigenverantwortlich eine Lösung, bei der beidseitig die Bedürfnisse und Interessen berücksichtigt werden.

Der Mediator trifft keine eigenen Entscheidungen bezüglich des Konflikts, sondern ist lediglich für das Verfahren verantwortlich.

Nach einer durchgeführten Mediation verbessert sich auch oftmals zukünftig die Beziehung sowie ihr Kommunikationsverhalten.
Hast du noch weitere Fragen zum Verfahren oder zum Ablauf? Dann vereinbare gerne ein unverbindliches Beratungsgespräch mit mir.

Grundlage der Mediation: Das Mediationsgesetz

Grundlage für ein Mediationsverfahren ist das sog. Mediationsgesetz (kurz MediationsG). Hierin ist neben der Begriffsbestimmung auch geregelt, in welcher Beziehung die einzelnen Parteien stehen, welche Tätigkeit gefordert wird und dass eine Verschwiegenheitspflicht besteht.

§1 Mediationsgesetz
(1) Mediation ist ein vertrauliches und strukturiertes Verfahren, bei dem Parteien mithilfe eines oder mehrerer Mediatoren freiwillig und eigenverantwortlich eine einvernehmliche Beilegung ihres Konflikts anstreben.
(2) Ein Mediator ist eine unabhängige und neutrale Person ohne Entscheidungsbefugnis, die die Parteien durch die Mediation führt.

Weitere Regelungen des Mediationsgesetzes findest du hier

Wie läuft ein Mediationsverfahren ab?

Im Nachfolgenden werden die verschiedenen Phasen eines Mediationsverfahrens erläutert. Hierbei werden alle Geschlechter gleichermaßen angesprochen.

1. Eröffnung

Zunächst erfolgt die Aufklärung der Medianden über den Ablauf der Mediation durch die Mediatorin. Es werden gemeinsam Verhaltensregeln festgelegt und eine Mediationsvereinbarung geschlossen. Unverzichtbare Regeln sind: Gegenseitig ausreden lassen – keine Beleidigungen. Weitere Regeln können gemeinsam vereinbart werden (zB: Notizen erlauben, o.ä.) Wenn alle Beteiligten mit den vereinbarten Regeln und dem geplanten Ablauf der Mediation einverstanden sind, kann die Mediationsvereinbarung unterzeichnet werden.

2. Sichtweisen

Alle Medianden beschreiben den Konfliktfall aus der eigenen Sicht, die Mediatorin sammelt diese Darstellungen in Form von Notizen. Die Medianden tragen ihre Standpunkte nacheinander vor. Die Mediatorin achtet auf etwa gleiche Redezeitanteile. Sie spiegelt, fasst zusammen, formuliert um und hinterfragt. Sie stellt Verständnisfragen und versucht sicherzustellen, dass alle Themen benannt werden. Die Kommunikation zwischen den Medianden läuft hier in der Regel noch hauptsächlich über die Mediatorin.

3. Hintergründe

Die Leitfragen sind nun: „Was ist der Konflikt hinter dem Konflikt? Was sind die Interessen und Bedürfnisse der Medianden?” Jetzt geht es darum, herauszufinden, was hinter den Positionen der Medianden steht. Motive, Bedürfnisse und Gefühle werden thematisiert, Interessen und Wünsche herausgearbeitet. Die Mediatorin fragt nach, klärt erneut und stellt schrittweise die direkte Kommunikation zwischen den Medianden her. Kommt das Gespräch ins Stocken, können die Medianden mit der Mediatorin Einzelgespräche führen. Voraussetzung dafür ist, dass alle Medianden damit einverstanden sind.

4. Lösungen

Die Medianden erarbeiten Lösungsoptionen. Der Grundstein dafür wird schon in Phase 3 gelegt, in der die Medianden ihre Interessen und Bedürfnisse geäußert haben. Gemeinsam suchen die Medianden nun nach Lösungen. Einem Brainstorming ähnlich werden zunächst verschiedene Vorschläge gesammelt und diskutiert. Erst im nächsten Schritt wird bewertet, welche Lösungsvorschläge sich für die Medianden umsetzen lassen. Ein Konsens wird angestrebt.

5. Einigung

Eine Einigung wird erzielt und die Abschlussvereinbarung geschlossen. Das Ergebnis wird am Ende der Mediation konkret schriftlich durch die Mediatorin festgehalten. Die Medianden entscheiden dabei selbst über den Inhalt (sie lesen die Vereinbarung vorab durch bzw. sie wird ihnen vorgelesen). Abschließend unterzeichnen alle Beteiligten, auch die Mediatorin, die Abschlussvereinbarung. Werden Rechtsanwälte hinzugezogen, prüfen oder formulieren diese den Text der Vereinbarung für die Medianden.

Hinweis

Ich bin weder Ärztin, noch Therapeutin oder Psychologin, bei einer Krankheit oder psychischen Störungen kann ich Dir nicht helfen. Hier bitte ich Dich, einen geeigneten Arzt oder Therapeuten aufzusuchen.

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