Sport verbindet

Sport verbindet

Heute gehe ich mal ganz weit zurück in meine Kindheit und starte gleich mit einer kleinen Anekdote:

Als Kind wollte ich wohl immer gerne Ballett anfangen – gar nicht so abwegig für kleine Mädchen … nun das große Aber meiner Mutter: Ich hatte wohl die Eigenart mich am Sand in den Schuhen zu stören, wenn ich im Sandkasten spielte und fand generell auch total doof, wenn ich irgendwo Dreck an den Händen oder o.ä. – was war die Schlussfolgerung meiner Mutter? Richtig: wenn ich das Kind jetzt zum Ballett lasse, dann wird sie womöglich völlig etepetete ….
Als ich dann durch unsere Nachbars-Kinder mit zum Voltigieren gegangen bin (dabei handelt es sich quasi um Gymnastik auf dem Pferd), war ich ziemlich schnell sehr angetan davon. Nur leider war ich zu jung. Man durfte mit 6 Jahren starten … nach einigen weiteren Besuchen und Zuschauen meinerseits, durfte ich dann kurz vor meinem 6. Geburtstag starten – juhu. Und noch viel besser als ich selbst, fand meine Mutter es – denn jetzt musste ich ja mit Dreck klar kommen – in Kombination mit Pferden war mir das völlig egal 😀 Durch diese Sportart lernte ich schon sehr früh eine gewisse Regelmäßigkeit und Disziplin kennen. Es gab neben dem Training auch Turniere, was neben Erfolgen auch Niederlagen bedeutete. Wie ich finde: sehr gut. Denn das witzige dabei ist, dass ich bis vor kurzem gar nicht wahrgenommen habe, wie ich in Sachen Sport agiere und ticke … dazu gleich ..

Irgendwann kam mein Interesse am Tanzen noch mal so richtig durch und ich startete meine 15 Jährige nennen wir es mal Kariere im Modern Dance – oder auch Jazztanz genannt. 2x pro Woche Training plus Turniere am Wochenende … auch hier: Disziplin war mehr als gefragt, denn hier ging es ja auch noch darum, dass alle synchron tanzen sollten – um Erfolgreich zu sein.

Auch hier: Niederlagen und Erfolge mit am Start – auch außergewöhnliche Dinge wie ein Auftritt im ZDF Fernsehgarten war dabei … meine Güte waren wir alle aufgeregt … vor Kameras live tanzen und im Fernsehen zu sehen sein – huiuiui .. … und dann war auch noch DJ Bobo da (lacht mich gerne aus, ja ich fand das toll, weil ich in der Kindheit schon ein kleiner Fan war und nun Jahre später einfach die Möglichkeit hatte ein Foto und Autogramm zu bekommen … hier fällt mir gerade ein: es gab tatsächlich erst kein Mädel was mich begleiten wollte… ich wollte aber … und ich war mutig … letztlich sind zwei mitgekommen… aber rückblickend bemerke ich, wie mutig ich damals schon war – vor Promis hatte ich zumindest keine Angst.

Geprägt von meinem regelmäßigen Sport in der Jugend, habe ich auch später immer weiter gemacht … ich gehe noch heute 2-3x die Woche zum Sport. Es tut mir gut – schafft Ausgleich. Vor allem schaffe ich es an der Stelle immer wieder meinen Schweinehund zu überlisten. Aber was ist in anderen Bereichen meines Lebens?
Disziplin und Durchhaltevermögen im Sport – aber wie diszipliniert bin ich in anderen Dingen?
Neulich habe ich mich beim Sport genau das gefragt – und mich erschrocken und gleichzeitig gelobt. Denn: die Erkenntnis, dass ich in einem Sportkurs mit anderen 30 Teilnehmern nicht einfach die Sit-Ups oder Burpees abbreche, zeigte mir, dass ich auch in anderen Bereichen nicht „abbrechen“ bzw aufgeben sollte.
D.h. die Dinge, die mir wirklich am Herzen liegen, wie zum Beispiel mein Business, sollte es doch auch weitergehen und ich sollte die Disziplin haben dran zu bleiben. Nicht Aufgeben. Nur wenn man dran bleibt, kann auch irgendwann Erfolg bei raus kommen. So einfach ist das, oder? 😉
Beim Sport, im Business … ja auch in Bezug auf Beziehungen, wenn man einen Partner haben möchte, sollte man auch dafür was tun. …. und dran bleiben … an sich selbst glauben und Dinge ausprobieren und auch mal anders machen…. Und mit ein bisschen Mut, bekommt man auch von einem Promi ein Autogramm 😉

Und abschließend kann ich noch etwas zu meiner Sport-Diziplin-Erfahrung sagen, was das Thema Einsamkeit betrifft… auch hier habe ich mich – trotz Gruppenzugehörigkeit ab und an einsam gefühlt. Klingt komisch? Ist aber so. Ich war anders. Ich hatte manchmal das Gefühl nicht dazuzugehören, auch wenn es faktisch so war. Deshalb wurde mir auch irgendwann klar, dass Einsamkeit nicht zwingend etwas mit dem Alleinsein zu tun hat. So oder so, kann man diese Einsamkeit befrieden – und das ist wundervoll.

Sport ist definitiv eine wunderbare Möglichkeit, um etwas für sich zu tun und gleichzeitig sich mit anderen zu verbinden, Freunde und Gleichgesinnte zu finden – schau mal, ob es ein Verein in deiner Nähe gibt – vielleicht ist das eine gute Option für dich.

Viel Liebe für dich
Deine Michaela

Hinweis

Ich bin weder Ärztin, noch Therapeutin oder Psychologin, bei einer Krankheit oder psychischen Störungen kann ich Dir nicht helfen. Hier bitte ich Dich, einen geeigneten Arzt oder Therapeuten aufzusuchen.

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