#tippsgegeneinsamkeit

Du denkst, Einsamkeit betrifft nur eine bestimmte Art von Menschen?
Du verbindest Einsamkeit mit dem Alleinsein? Demzufolge würde es naheliegen, dass nur introvertierte Menschen, die den Umgang mit anderen Menschen eher nicht so gerne haben, an Einsamkeit leiden. Das ist aber nicht so. Einsamkeit kann auch bei Menschen auftauchen, die stets unter Menschen sind und allenfalls zum schlafen alleine im Bett liegen.

Einsamkeit und Alleinsein werden oft verwechselt – sind aber sehr unterschiedlich.

Einsamkeit ist das Ergebnis des Gefühls, von anderen getrennt zu sein, was auch dann auftreten kann, wenn man von Menschen umgeben ist, sei es bei der Arbeit, in der Schule oder in sozialen Situationen. Viele Menschen glauben, dass die Suche nach dem/der „Einen“ ihre Einsamkeit heilen wird, aber das ist nicht immer der Fall. Tiefgreifende Einsamkeit kann im Rahmen unserer engsten Beziehungen auftreten und ist ein Warnsignal, das unsere Aufmerksamkeit verdient.

Sicherlich können bestimmte Lebensereignisse (z. B. der Verlust eines Familienmitglieds, eine Trennung oder ein Umzug quer durchs Land) Einsamkeit auslösen, d.h. man sollte Einsamkeit durchaus differenziert betrachten.

Menschen erleben Einsamkeit insbesondere dann, wenn sie das Gefühl der emotionalen Verbundenheit zu anderen Mitmenschen verloren haben.

Wenn die Einsamkeit auftaucht, gibt es ein paar Coaching Tools, die ich dir mit an die Hand geben kann.

Was kannst du tun, wenn du dich einsam fühlst?

Reflektiere und hör in dich rein … wo drückt der Schuh genau? Wo sitzt die Quelle der Einsamkeit? Hierfür musst du vermutlich etwas tiefer graben. Erforsche deine Gefühle! Wonach fühlst du dich? Was könnte dir helfen? Wäre es Zeit für eine Veränderung, um dein Leben zu verbessern?

Lerne, die Zeit alleine zu genießen … bist du immer umgeben von Menschen? Kannst du auch mal alleine Zeit verbringen? Manchmal wissen Menschen, die es gewohnt sind, von anderen umgeben zu sein, nicht, wie sie damit umgehen sollen, wenn sie mal Zeit alleine verbringen.
Wenn man mit Geschwistern aufgewachsen ist, direkt in ein Studentenwohnheim oder eine Wohngemeinschaft zieht, empfinden manche Menschen es als beunruhigend, wenn sie große Teile ihrer Zeit allein verbringen müssen und interpretieren diese Angst als Einsamkeit.
Wenn das auf dich zutrifft, solltest du nicht versuchen, deine Zeit mit anderen Menschen zu verbringen, sondern dir Aktivitäten suchen, die dir Spaß machen: Lese ein spannendes Buch, geh spazieren, schnapp dir dein Lieblingseis aus dem Tiefkühlfach und schaue dir einen Film an, löse ein anspruchsvolles Puzzle oder nimm ein entspannendes Schaumbad…. Es gibt unzählige Möglichkeiten – just try it!

Gönne dir eine Pause von den sozialen Medien … wenn du Bilder von anderen siehst, die sich beim „Mädelsabend“ austoben oder einen Strandurlaub mit der (scheinbar perfekten) Großfamilie genießen, hast du schnell das Gefühl, dass du der/die Einzige bist, der/die kein aufregendes, fotogenes Leben hat. Auch wenn es auf Instagram & Co so aussehen mag, ist es einfach nicht die Wahrheit. Das Leben schwankt; es gibt gute Zeiten und weniger gute Zeiten.
Denk mal darüber nach: Wann hast du das letzte Mal durch deinen Facebook-Newsfeed gescrollt und ein Bild von jemandem gesehen, der sich mit seinem Partner streitet, am Bett seiner kranken Eltern sitzt oder mit dem Bezahlen von Rechnungen zu kämpfen hat? Denk daran, dass die sozialen Medien in den meisten Fällen ein Ort sind, an dem die Menschen das zeigen, was sie der Welt zeigen wollen. Nur weil bestimmte Situationen oder Dinge nicht gezeigt werden, heißt das nicht, dass diese Personen davon befreit sind. Meine Oma hat schon immer gesagt: Unter jedem Dach ein „Ach“ … und das ist so! Jeder hat Herausforderungen – nur werden die meist nicht gezeigt.

Engagiere dich ehrenamtlich … einer Organisation oder einer anderen Person in Not zu helfen, ist nicht nur ein Akt der Nächstenliebe, sondern auch eine Möglichkeit, die Einsamkeit zu bekämpfen. Die Forschung hat bewiesen, dass Freiwilligenarbeit das Gefühl sozialer Verbundenheit fördert und sowohl geistige als auch körperliche Vorteile mit sich bringt. Du profitierst nicht nur von der Interaktion mit anderen, sondern auch davon, dass du dich nicht mehr mit dir selbst beschäftigen musst.

Sei proaktiv … es ist zwar leicht, in den Modus „Keiner kümmert sich um mich“ zu verfallen, aber manchmal muss man sich daran erinnern, dass Interaktionen in beide Richtungen funktionieren. Die meisten Menschen sind beschäftigt. Das heißt aber nicht, dass sie sich nicht (für dich oder andere) interessieren. Geb dir einen Ruck und schreib eine SMS, greif zum Telefon oder schreib eine E-Mail an einen Freund – du wirst sehen: es wird dir mit Freude begegnet!

Pflege deine Beziehungen … schenke deinen Beziehungen die Zeit und Aufmerksamkeit, die sie verdienen. Es ist so leicht, sich ablenken zu lassen … sich mit Arbeit, Besorgungen und sozialen Verpflichtungen zu beschäftigen, dass die scheinbar dringenden Dinge im Leben eine höhere Priorität erhalten als die, die im Gesamtbild wirklich wichtig sind. Eine tiefe emotionale Bindung, die durch offene und effektive Kommunikation gefördert wird, ist das wahre Gegenmittel gegen Einsamkeit.

Wissen, dass Stürme vorbeigehen … es ist schwer, es sich vorzustellen und es vor allem anzunehmen, aber der klassische Spruch „nach Regen kommt Sonne“ ist schlicht weg wahr. Immer. Das Leben verläuft wellenartig. Tröste dich mit der Tatsache, dass sich die emotionale Wolke der Einsamkeit lichten wird, auch wenn es sich im Moment nicht so anfühlt.

Eines ist bei all den Dingen wirklich wichtig und mitunter ein Schlüssel, um der Einsamkeit ins Auge zu sehen: Geh raus aus der Opferrolle. Sich das einzugestehen ist wahrlich nicht immer leicht – aber es ist ein absoluter gamechanger, glaube mir!

Einsamkeit kann schmerzhaft sein, und wenn sie zu lange anhält, kann sie sich negativ auf dein Wohlbefinden auswirken. Wenn das Gefühl der Einsamkeit anhält, solltest du herausfinden, wo die Ursache deiner Einsamkeit liegt – und was du tun kannst, um aus der Einsamkeit herauszukommen.

Du möchtest mehr darüber erfahren? Dann lade doch gerne auch mein eBook runter – viel Spass damit!

Viel Liebe für dich
Michaela

Hinweis

Ich bin weder Ärztin, noch Therapeutin oder Psychologin, bei einer Krankheit oder psychischen Störungen kann ich Dir nicht helfen. Hier bitte ich Dich, einen geeigneten Arzt oder Therapeuten aufzusuchen.

zertifizierter Greator Coach Ambassador
Logo Deutsche Stiftung Mediation
Ehrenamtliches Mitglied in der Deutschen Stiftung Mediation